Schlechte PR ist gute PR. Wirklich?

Schlechte PR ist gute PR. Wirklich?

Ein guter Ruf ist Gold wert. Das wissen die, die ihn besitzen, und das wissen die, die einen solchen einmal hatten. Welches aber sind die grundlegenden Spielregeln, um einen guten Ruf zu bekommen, respektive diesen zu wahren?

Ein guter Ruf entsteht nicht von selbst, oder aus dem Nichts, sondern braucht nach Ansicht des amerikanischen Finanzinvestors Warren Buffet 20 Jahre harte Arbeit, um diesen aufzubauen. Die Krux an dieser Angelegenheit ist für ihn aber gleichzeitig, dass es manchmal nur 5 Minuten brauche, um eben diese 20 Jahre harter Arbeit zu ruinieren.

Zu oft blenden wir aus, dass es weit leichter ist, zu scheitern, den erfolgreich zu sein. Des Pudels Kern ist aber, dass Erfolg nicht nur Zuspruch, sondern auch Neid und Missgunst hervorbringt. Nicht ohne Grund gibt es die schwäbische Unternehmerweisheit – sicherlich gewachsen aus leidvollen Erfahrungen – dass man das Mitleid umsonst bekommt, den Neid sich aber hartnäckig verdienen muss. Gerade in Zeiten des Internets waren die Möglichkeiten noch nie so groß wie jetzt, Vor- und Anwürfe quasi weltweit in Echtzeit, oft auch unter dem Deckmantel einer gewissen Anonymität zu verbreiten.

Die Krux an der ganzen Angelegenheit ist, dass weniger zählt, was war ist, sondern was glaubwürdig erscheint. Die gefährlichsten Lügen sind nicht komplett falsch, sondern enthalten so viel Wahrheit(-en) wie möglich! Auch darf man sich nicht damit zufrieden geben, zu glauben, respektive zu hoffen, dass „glaubende“ Minderheiten von heute auch „glaubende“ Minderheiten von morgen sein werden. Unabhängig davon gilt, dass solche Angriffe immer schädlich sind, da sie Zweifel verbreiten und selbst wohlgesonnene Gemüter ins Nachdenken bringen können,

Damit auch der geneigte Leser eines Tages nicht auf schlechte PR hoffen muss, gilt es, 3 goldene Regeln zu beachten.

1. Regel: Immer so ethisch, ehrlich, professionell und souverän wie möglich zu sein. Sei es als Unternehmen, sei es als Mensch. Integres Handeln führt dazu, dass viele Angriffe wirkungslos abprallen, da man ihnen die Glaubwürdigkeit abspricht.

2. Regel: Angriffe auf die eigene Reputation nie zu unterschätzen!

3. Regel: Sich zu fragen, wer einen Nutzen aus diesen Angriffen zieht, und gegen diese Partei respektive Parteien – falls es die Lage erfordert – Maßnahmen zu ergreifen. Die Suche nach dem Täter kann manchmal zu richtigen Überraschungen führen. Denn Julius Cäsar musste auch erkennen, dass man die ärgsten Feinde oft dort findet, wo man sie zuletzt erwartet.

Übrigens: sowohl ein guter als auch ein schlechter Ruf machen Menschen und Unternehmen bekannt. Guter Ruf ist wie Kapital. Er schafft Vertrauen, und trägt zur Geschäftsentwicklung entscheidend bei. Einem schlechten Ruf aber kann man aber nicht einfach davonlaufen, auch wenn man sich noch so sehr Mühe geben mag.

Posts Carousel

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked with *