Ich arbeite in einem Irrenhaus – Vom ganz normalen Büroalltag – Von Martin Wehrle

Ich arbeite in einem Irrenhaus – Vom ganz normalen Büroalltag – Von Martin Wehrle

Das Buch enthält einen bösartigen Inhalt, und genau darum empfehle ich es ausdrücklich. Es
beschreibt auf schonungslose Art und Weise, wie in deutschen Verwaltungen mit dem Faktor ‚“Human
Ressource“ umgegangen wird. Zwei Überschriften mögen als Beispiel dienen: „ Betr.: Als ich
eingestellt wurde, war mein Rauswurf schon beschlossen“ oder „Betr.: Mein Chef ist ganz nah …
und doch unerreichbar fern“.
Martin Wehrle vergleicht die besonderen, in Verwaltungen herrschenden Regeln mit einem Irrenhaus.
Sein Teil EINS lautet entsprechend: „Ein Käfig voller Narren“. In Teil ZWEI gibt er praktische
Überlebensstrategien unter der Überschrift „Raus aus der Anstalt“. Lebenspraktische Berichte über
den täglich erfahrbaren Wahnsinn beschreiben Situationen, die eigentlich „irre“ sind. Der Leser wird
jedoch nicht widersprechen, erkennt er sich darin in eigenen Erfahrungen.

Das trostreiche an diesem Buch sind vielfältige Beschreibungen, in denen der Leser irgendwie oder so
ähnlich auch einmal steckte, sich die Haare raufte und am eigenen Verstand zweifelte. Nein, nicht der
eigene Verstand, vielmehr eine in Deutschland weit verbreitet Bürokultur zwingt die Menschen zu
Handlungen, die in der Distanz des Betrachters absurd erscheinen, aber Teil einer Überlebens- und
Karrierestrategie sind. In diesem „Irrenhaus“ unbeschadet wirken zu können, dafür gibt Martin Wehrle
wertvolle Tipps und Ratschläge.
Der Autor: „Martin Wehrle war Manager in einem Konzern und Chefredakteur, bevor er Business
Coach und Bestsellerautor wurde. Heute leitet er die Karriereberater-Akademie in Hamburg“.
Beschreibung – Innenseite: Der Karriereberater Martin Wehrle blickt seit Jahren hinter die Fassaden
deutscher Unternehmen. In unzähligen Gesprächen mit Angestellten bot sich ihm ein Bild des
Schreckens. Deutschlands Unternehmen werden vom Wahnsinn regiert – der gebieterisch wie nie
zuvor sein Zepter schwingt:
• Bei Firmenumzügen, die dem Chef einen kurzen Fußweg zum Arbeitsplatz bescheren, 250
Mitarbeitern aber zweimal am Tag Stau
• Bei Meetings, zu denen sich die Geschäftspartner die Kekse selber mitbringen, weil der neue
Sparplan diesen Luxus nicht mehr vorsieht
• Oder bei der Degradierung eines Mitarbeiter, über die die gesamte Belegschaft schon tagelang
Bescheid weiß, bevor er selbst als Letzter davon erfährt.
Martin Wehrle liefert einen freimütigen Bericht aus dem Katastrophengebiet Firma, für alle, die den
Irrsinn selbst Tag für Tag erleben. Ein Buch zum Mitweinen und Kopfschütteln.“
Beschreibung Rückseite: „Der Wahnsinn hat nicht nur Methode – er sitzt auch im Chefsessel. Die
deutschen Unternehmen haben sich von Tretmühlen in Klapsmühlen verwandelt. Ungelernte
Führungskräfte dilettieren auf den Chefsesseln. Meetings mutieren zu Machtkämpfen. Immer mehr
Arbeitsabläufe enden in einem Irrgarten der Sinnlosigkeit. Und die Mitarbeiter gebrauchen ihren Kopf
vor allem zu einem Zweck: zum Kopfschütteln über die haarsträubenden Zustände. …“
Das Buch birgt eine Gefahr, vor dem unbedingt zu warnen ist: Einmal aufgeschlagen wird es
schwierig, es wieder zur Seite zu legen, so lebensecht und spannend entwickelt sich die Lektüre, beim
Blick in den eigenen Spiegel.
Viel Vergnügen!

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