Langfristig positiver Trend bei deutschen Klimagas-Emissionen

Langfristig positiver Trend bei deutschen Klimagas-Emissionen

Um 2 Prozent, so das Umweltbundesamt in Dessau, stieg — in der Kurzfristbetrachtung und gegen den Trend — letztes Jahr unser Ausstoß des wichtigsten Treibhausgases Kohlendioxid (CO2).

12 Prozent der Energie liefern Wind, Sonne & Co.

Mit 814 Millionen Tonnen CO2 stehen für 2012 immerhin 16 Millionen Tonnen mehr in der Bilanz als 2011. Und das, obwohl erneuerbare Quellen wie Wind und Sonne schon 12 Prozent der gesamten Energie in Deutschland lieferten.
Den größten Anstieg gab es bei den Braunkohle-Kraftwerke, einen geringeren Zuwachs verursachten zudem die Steinkohle-Kraftwerke — dies aufgrund aktuell günstiger Emissionsrechte und niedrigpreisigen Exporten von Steinkohle aus den USA.
Mehr CO2 emittierten die Haushalte.  „Wegen des kalten Winters haben die Leute mehr geheizt“, so das Umweltbundesamt.
Beim Verkehr gingen die Emissionen leicht zurück. Die deutsche Industrie konnte den Anstieg des CO2-Ausstoßes nicht verhindern, obwohl sie ihren Verbrauch wieder senkte, im letzten Jahr um 1,4 Prozent.

Langfristig positiver Trend, Verpflichtungen von Kyoto übererfüllt!

Trotz des kleinen Rückschlags hat unser Land die Verpflichtung, die es 1997 auf dem Weltklimagipfel von Kyoto einging, übererfüllt. 2012 sollte unser Klimagas-Ausstoß 21 Prozent niedriger liegen als 1990. Es waren 25,5 Prozent.
 

Dr. Ulrich LEHMANN

 
Quelle für Teile dieses Artikels: Wirtschaftszeitung AKTIV, Nr. 6 vom 16.03.2013, Seite 4.

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