Gezieltere Schulformen für bessere Berufschancen!

Gezieltere Schulformen für bessere Berufschancen!

Jeder Mensch hat mindestens ein berufliches Talent. Dieses Talent wird allzu oft durch falsche Auswahl des Bildungsweges, Demotivation und Hoffnungslosigkeit unterdrückt. Wer seinem Talent folgt, wer den Beruf als Berufung wählt, der hat auch Erfolg. Erfolg ist nicht gleich Reichtum. Erfolg ist eine sichere Existenz ohne Jobangst, das Wissen, gebraucht zu werden, und persönliche Erfüllung durch Zufriedenheit über die eigene Leistung. Das Geld zum Leben kommt dann ganz automatisch.
Ein Talent wächst nur, wenn es erkannt, gefördert und gefordert wird. Ein mehrgliedriges Schulsystem ist dafür prinzipiell eine gute Basis. Am Gymnasium waren und sind wir auf dem richtigen Weg. Auch wenn mein Nachwuchs gelegentlich über G8 geflucht hat, es ist ohne Nachhilfe zu schaffen. Wer das Gymnasium nicht schafft, ist aber deswegen nicht wertloser. Wer damit überfordert ist, dessen Talente liegen anders. Das Gymnasium muss auch weiterhin der Vorbereitung des Studiums dienen. Auf die Wirtschaft muss Einfluss genommen werden, für kaufmännische oder IT-Ausbildungsplätze nicht ausschließlich Abiturienten zu nehmen. Das ist Verschwendung von Talenten. Ich hatte mehrere Auszubildende Fachinformatiker ohne Abitur, und habe die besten Erfahrungen gemacht.
Haupt- und Realschule hingegen genügen den Anforderungen der heutigen Zeit nicht mehr. Auf die Hauptschule will eigentlich niemand mehr, weil man damit als Versager gebrandmarkt wird. Dieses Urteil fällt primär die Wirtschaft, aber auch der Rest der Gesellschaft, mit einer gnadenlosen Fokussierung auf den Intellekt als einzige Meßlatte. Die Hauptschule kann nicht ein bisschen reformiert werden, sie muss in der heutigen Form verschwinden, zusammen mit der ausgebrannten Bezeichnung. Ich schlage die Umwandlung in eine Handwerksschule vor, in der zwar immer nochunabdingbare Fächer wie zum Beispiel Englisch und Rechnen gelehrt werden, die aber primär handwerkliche Ausbildung vermittelt, gelehrt von echten Handwerksmeistern. Diese Schule als gezielte Vorstufe einer handwerklichen Berufsausbildung gäbe dem Handwerk endlich den Nachwuchs, der dort verlangt wird. Eine Handwerksschule statt der Hauptschule bildet Schüler mit sicheren und wertvollen Fähigkeiten heran, mit der Aussicht, eines Tages selbst Meister werden zu können.
Auch die Realschule verdient eine neue Form und eine neue Bezeichnung .Als Wirtschaftsschule könnte sie diejenigen Schüler ausbilden, deren Talent einen kaufmännischen Beruf nahelegt. Dies müsste mit einem stärkeren Fokus auf Allgemeinbildung geschehen als auf der Handwerksschule, was eine größere Auswahl an den klassischen Schulfächern bedeutet. Zusätzlich jedoch sollte einerseits die Funktionsweise von Unternehmen, Wirtschaft und Währungssystemen, und andererseits kaufmännisches Spezialwissen vermittelt werden, mit dem Ziel, die Schüler perfekt auf eine kaufmännische Laufbahn vorzubereiten, und der Aussicht auf eine Karriere in der Wirtschaft.

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